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Aktuell

Jährlich 280 Unfälle durch Feuerwerk

Vor allem Männer verletzen sich mit Feuerwerk

Zünden von Feuerwerk gehört in der Schweiz zum Nationalfeiertag. Der Spass ist aber nicht ungefährlich. 280 Unfälle mit Feuerwerk passieren jedes Jahr. Rund die Hälfte davon um die Tage des 1. August. Betroffen sind vor allem Männer. Die Beratungsstelle für Brandverhütung (BfB), die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung und die Suva informieren, welche Vorsichtsmassnahmen für ein sicheres 1.-August-Fest zu beachten sind. [+]

News

Eine auf dem Herd vergessene Pfanne ist Ursache eines Küchenbrandes in St. Gallen in der Nacht auf Sonntag.
14.08.2017 [+]
Eine unachtsame Köchin hat am Sonntagabend ihre Wohnung in Muttenz verwüstet. Sie liess eine Pfanne mit Öl auf dem Herd stehen, das sich entzündete.
17.07.2017 [+]
Ein technischer Defekt in einer elektrischen Installation hat am Samstagmorgen zum Brand in einem Einfamilienhaus in Bärschwil SO geführt.
17.07.2017 [+]

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BfB empfiehlt bei Lithium-Batterien Sicherheitsregeln und Schutzmassnahmen zu beachten

Bern, 15. November 2016 – Lithiumionen-Akkus finden in der Schweiz eine immer breitere Anwendung. Entsprechende Batterien werden zunehmend bei Smartphones, Laptops, Digitalkameras, E-Bikes, Heimwerkmaschinen, Haushaltgeräten und im Modellbau eingesetzt. Diese stromunabhängigen Geräte sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei unzähligen mobilen elektronischen Anwendungen erleichtern sie unser tägliches Leben. Wie gefährlich ist allerdings der Einsatz dieser Batteriesysteme?

Lithium-Batterien sind, verglichen mit konventionellen Batteriesystemen, eine junge Technologie. Der erste kommerzielle Lithiumionen-Akku wurde 1991 auf den Markt gebracht. Die zugehörigen Batterien sind dafür bestimmt, grosse Energiemengen zu speichern. Im Laufe des Entladevorgangs geben sie die chemisch gespeicherte Energie wieder ab. Aufgrund ihrer hohen Energiedichte und ihres chemischen Aufbaus bergen die Akkumulatoren ein latentes Brandrisiko. Die steigende Zahl an Brandschäden ist allerdings nicht ausschliesslich mit der zunehmenden Verbreitung dieser Technologie zu erklären. Sowohl Lithium-Batterien als auch deren Ladetechnologien sind grundsätzlich sicher. Bei den meisten Smartphones und anderen elektronischen Geräten verhindert eine Sicherheitselektronik das Überladen. Bei den im Modellbau verwendeten Lithium-Polymer-Akkumulatoren wird aufgrund des erforderlichen leichten Gewichts oft auf eine elektronische Absicherung verzichtet. Sie stellen deshalb unter den Akkus das grösste Brandrisiko dar. Damit es zu keinem Brand kommt, ist generell ein ordnungsgemässer Umgang unabdingbar. Zur sachgerechten Handhabung hat die BfB einige Schutzmassnahmen zusammengestellt.

Sicherheitstipps der BfB im Überblick

  • Beachten Sie die Warn- und Sicherheitsbestimmungen der Hersteller. Bei Befolgen der Betriebsanleitung reduzieren Sie das Risiko einer Überhitzung auf ein Minimum.
  • Halten Sie Geräte mit Lithium-Akkus vor Hitzequellen fern. Auch die Batterien sind an einem kühlen Ort ohne Sonneneinstrahlung aufzubewahren.
  • Jegliche Manipulationen an den Akkus und Batterieeinheiten sind zu unterlassen.
  • Beaufsichtigen Sie das Laden der Akkus. Brennbare Materialien sind während dem Ladevorgang fernzuhalten.
  • Weisen Akkus Verformungen auf oder besteht die Vermutung auf Beschädigung, dürfen diese nicht in Betrieb genommen werden.
  • Akkus gelten in der Schweiz als Batterien. Geben Sie beschädigte oder nicht mehr funktionierende Akkumulatoren an die Verkaufs- oder Sammelstelle Ihrer Gemeinde zurück.

Sollte es dennoch zu einem Brand kommen, kann es im Falle sehr leistungsfähiger Akkumulatoren insbesondere bei Elektrofahrzeugen zu Verpuffungen in Form einer schlagartig auftretenden Druckwelle kommen. Benachrichtigen Sie umgehend die Feuerwehr. Kleine überschaubare Brände bei Laptops, Fotoapparaten und Handys lassen Sie mittels viel Sand oder unter einer Löschdecke ohne offene Flamme ausbrennen. Feuerlöscher sollten nicht eingesetzt werden, weil dies eine chemische Reaktion auslöst. Aufgrund ihrer Giftigkeit atmen Sie keinesfalls aufsteigende Dämpfe ein.

Medienmitteilung als PDF


Für Medienanfragen:
Rolf Meier
Medienstelle der Beratungsstelle für Brandverhütung (BfB)
Telefon 031 320 22 82, media@bfb-cipi.ch